Buche, Birke & Co: Was ist das beste Brennholz?

Ein Kamin oder Ofen in den eigenen Wohnräumen schinden stets Eindruck, haben aber in den seltensten Fällen nur optische Gründe. So sorgt ein Ofen für Gemütlichkeit und steuert schwankenden Preisen von Gas und Öl entgegen. Neben denen, und Pellets oder Kohle ist Holz der beliebteste Brennstoff für Kamine  - und mit einer Nutzung seit 400.000 Jahren auch der älteste Brennstoff der Menschheit! Doch nicht jedes Holz eignet sich gleichermaßen für den Einsatz im Ofen! Das beste Brennholz ist Hartholz, da es einen besseren Brennwert hat als Weichholz. Einmal angezündet, brennt es langsamer ab, entwickelt eine bessere Glut und sorgt damit länger für Wärme. Der Brennwert bestimmt kurz gesagt die Heizleistung des Holzes, etwa in Kilowattstunden pro Raummeter Holz oder pro Kilo (KWh/rm).

Was sind Hartholz und Weichholz?

Hartholz sind langsam wachsende Holzarten, die eine hohe Dichte an Holzfasern aufweisen und dadurch schwerer und robuster sind. Per Definition sind Harthölzer alle Hölzer mit eine höheren Darrdichte als 550 Kg/m³, liegt er Wert darunter spricht man von Weichholz. Die Darrdichte oder auch Rohdichte beschreibt dabei das Gewicht des Holzes mit einer Feuchtigkeit von 0 % – ein Zustand, der jedoch nur im Labor erreicht werden kann. Viele der Harthölzer sind Laubbäume, und fast alle haben einen hohen Brennwert gemein. 

Hartholz: Vorteile, Nachteile und Arten

Arten von Hartholz: Eiche, Buche, Robinie, Birke, Kastanie aber auch Lärche

Vorteile Hartholz

-          hoher Brennwert

-          brennt länger

-          weniger Lagervolumen benötigt als Weichholz

-          glut gibt lange Wärme ab

Nachteile Hartholz

-          teurer im Einkauf

-          langsamere Wärmeentwicklung

-          größeres Gewicht

 

Weichholz: Vorteile, Nachteile und Arten

Arten von Weichholz: Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie, aber auch Linde.

Vorteile Weichholz

-          leicht entzündet

-          schnelle Wärmeabgabe und Hitzeentwicklung

-          günstiger im Einkauf

-          teils schneller getrocknet

Nachteile Weichholz

-          weniger Glut

-          schnelleres Absinken der Temperatur

-          häufigeres Nachlegen

-          stärkerer Funkenflug durch höheren Harzanteil

-          mehr Asche

Brennwert und Brandeigenschaften von Holz

Nicht nur beim Brennwert, auch beim Abbrand selbst unterscheiden sich die einzelnen Baumtypen durchaus. Ätherische Öle im Holz spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Faserdichte oder der Harzanteil.

Birke: 1900 KWh/rm. Brenndauer relativ kurz für ein Hartholz, kaum Funkenflug. Ätherische Öle im Holz sorgen für Flammen mit Blaustich und angenehmen Duft. Wird gerne im offenen Kamin genutzt.

Buche: 2100 KWh/rm. Sehr guter Brennwert, leicht entzündlich und langer Brand durch eine hohe Glutentwicklung. Ideales Brennholz!

Eiche: 2100 KWh/rm. Hohe Temperatur notwendig und kleines Flammenbild. Lange Glutdauer und durch den höheren Harzanteil stärkerer Funkenflug, etwa im Vergleich zur Buche.

Fichte: 1500 KWh/rm. Kurze Brenndauer, dafür mit sehr großer Hitzeentwicklung, die zur Reinigung des Kamins beitragen kann. Verstärkt Funkenflug durch Harz im Holz.

Tanne: 1400 KWh/rm. Schneller Abbrand, aber weniger Funkenentwicklung als Fichte.

Kiefer: 1700KWh/rm. Funkenflug durch Harz, dafür schnelle Hitzeentwicklung und prima zum Entzünden geeignet. Nach nur einem Jahr Lagerung bereits ideal getrocknet.

Ideales Brennholz: Die Kombination aus Hart- und Weichholz

Wie also heizt es sich am besten? Wenn Sie die Möglichkeit haben, kombinieren Sie einfach beide Holztypen: Mit dem schnell brennenden Weichholz entzünden Sie ein Feuer viel enfacher als mit Hartholz. Das legen Sie erst auf die Flammen, sobald die Flammengrundlage besteht. Hat das Hartholz durch das brennende Weichholz erst Feuer gefangen, sorgen langsamer Abbrand und heißere Glut für eine längere Heizdauer.